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Es gibt nun einiges neues an der Front in meiner Auseinandersetzung mit Congstar. Bisher ist es Congstar nicht gelungen an der Leitungsgeschwindigkeit nachzubessern. Auch ein Update auf VDSL sobald dieses wieder zur Verfügung steht wurde abgelehnt.

Kein Sonderkündigungsrecht?

Congstar möchte mir aufgrund der Bandbreite jedoch kein Sonderkündigungsrecht einräumen. Man weißt hier darauf hin, dass eine Bandbreit „bis zu 16.000 kbit/s“ geschaltet wird und es wird auf die AGB verwiesen:

Der congstar komplett-Anschluss wird mit einer maximalen Bandbreite von bis zu 16.000 kbit/s für den Downstream und bis zu 1024 kbit/s für den Upstream überlassen.

Die minimale Bandbreite beträgt 768 kbit/s für den Downstream und 128 kbit/s für den Upstream. Es wird am Anschluss des Kunden die maximal verfügbare Bandbreite bereitgestellt.

Aufgrund dieser Tatsache habe ich den Widerruf des Vertrages am 23.07.2014 abgeschickt.

Zum Thema Mindestbandbreite kann ich einen weiteren Artikel in meinem Blog empfehlen: DSL Anbieter und die Mindestbandbreite

Widerruf wurde abgelehnt

Im ersten Schritt teilte mit Congstar mit, dass mein Widerruf zwei Tage zu spät eingegangen sei:

Ihre fristgerechte Kündigung hat uns am 25.07.2014 erreicht.

In der gleichen E-Mail war jedoch eine Datei angehängt deren Dateiname (KS 201407241429 304360.pdf, 201407241429 > 24.07.2014 – 14:29 Uhr) einen Eingang am bereits am 24.07.2014 bestätigt.

Zu Wahrung der Frist bei einem Widerruf heißt es seit dem 13.06.2014 im Fernabsatzgesetz:

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

Diese Aussage deckt sich mit der Widerrufsbelehrung von Congstar (Stand: 06/2010):

Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs.

Und da die Post bisher keine Same-Day Zustellung anbietet, habe ich die Frist eindeutig eingehalten.

Trotz dieses Umstandes lehnt Congstar meine Kündigung weiterhin ab. Ich habe nun einen Anwalt hinzugezogen und werde nach Abschluss des Falles erneut darüber berichten.

Hier geht es zu den anderen Teilen der Serie: Teil 1 und Teil 3

DSL Anbieter und die Mindestbandbreite | Bild: Tim Reckmann / pixelio.de

Dieser Post ist aus meiner Auseinandersetzung mit Congstar bezüglich der sehr geringen DSL Bandbreite in unserem Wohnort entstanden. Was viele nicht wissen: Seit Anfang Mai 2012 müssen Internet-Provider schon vor Vertragsabschluss die am Wohnort erreichbare Mindestbandbreite angeben. Im Telekommunikationsgesetz § 43a heißt es dazu:

(1) Anbieter von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten müssen dem Verbraucher und auf Verlangen anderen Endnutzern im Vertrag in klarer, umfassender und leicht zugänglicher Form folgende Informationen zur Verfügung stellen:…

… 2. die Art und die wichtigsten technischen Leistungsdaten der angebotenen Telekommunikationsdienste, insbesondere diejenigen gemäß Absatz 2 und Absatz 3 Satz 1,

Diese Regelung wurde geschaffen, da viele DSL Anbieter sich mit Formulierungen wie „bis zu 16Mbit“ aus der Pflicht die volle Bandbreite zu liefern herauswinden. Um den Aufwand der Ermittlung nicht ausufern zu lassen sind jedoch gebietsweise Durchschnittswerte erlaubt:

Abhängig von der konkreten technischen Realisierung kann zur Vermeidung von unverhältnismäßigem Aufwand für die betroffenen Unternehmen die Ermittlung von Durchschnittswerten ausreichend sein.

Ich habe mich daher bei verschiedenen Providern nach deren Geschwindigkeit im ADSL und VDSL bereich an unserer Adresse erkundigt.

Congstar

Die Mindestgeschwindigkeit wird nicht individuell nach Wohnort ermittelt. Es gibt lediglich folgenden Hinweis in den AGBs von Congstar.

Die minimale Bandbreite beträgt 768 kbit/s für den Downstream und 128 kbit/s für den Upstream. Es wird am Anschluss des Kunden die maximal verfügbare Bandbreite bereitgestellt.

1&1

Die Anfrage erfolgte am 29.07.2014. In der Antwort am darauffolgenden Tag teilte mir der Support zuerst erneut die „bis-zu“ Bandbreiten mit:

Die voraussichtliche DSL-Bandbreite liegt bei bis zu 17.690 kbit/s. Ihre voraussichtliche VDSL-Geschwindigkeit beträgt bis zu 51.390 kbit/s.

Auf einer erneute Nachfrage verwies man mich auf die von 1&1 Angebote Leistungsgarantie:

Sollten wir bei der Bearbeitung der Bestellung feststellen, dass der Netzanschluss aufgrund der technischen Voraussetzungen von unseren Leistungsstandards abweicht, rufen wir an und schlagen Alternativen vor.

Dann sind folgende Lösungen möglich:

  • Beibehalten des Tarifs (z. B.: weil andere Bestandteile des gewählten Tarifs wichtig sind)
  • Wechsel in einen günstigeren Tarif mit geringerer Bandbreite (z. B.: falls die Zusatzleistungen im gewählten Tarif weniger wichtig sind)
  • Stornierung des Auftrags.

Telekom / T-Online

Die Anfrage erfolgte am 29.07.2014. Die Telekom hat mir im gesamten Test die bisher ausführlichste Antwort gegeben. Dies liegt wahrscheinlich auch daran dass Sie als Leitungsinhaber die kompletten Leitungsparameter kennt.

Für Ihren Standort bieten wir Ihnen DSL mit einer Geschwindigkeit zwischen 6.304 und 16.000 KBit/s beim Download sowie 576 und 1.024 KBit/s beim Upload an.

VDSL ist an meiner Adresse zwar aktuell nicht verfügbar, aber ein späteres Upgrade während der Vertragslaufzeit wäre kein Problem:

Ein Upgrade ist generell immer möglich, sofern das gewünschte Produkt verfügbar ist.

Vodafon

Die Anfrage erfolgte am 29.07.2014. Eine Antwort habe ich innerhalb weniger Stunden erhalten. Die Aussage basiert auf statistischen Werten aus der näheren Umgebung der angegebenen Adresse.

Sie können voraussichtlich mit der Bandbreite 1000 surfen.

O2

O2 bietet leider kein Kontaktformular an. Ich habe den Weg über den Support Chat gewählt und folgende Antwort erhalten:

O2: An Ihrer Adresse ist O2 DSL mit 25.000 – 50.000 kbit/s verfügbar.
….
Ich: Und im ADSL Bereich bei niedriger Bandbreite? (bis 16 Mbit)?
….
O2: Zwischen 12.000 -16.000 kbit/s.

Tele2

Die Anfrage erfolgte am 29.07.2014. Eine Antwort erfolgte innerhalb weniger Stunden. Eine Mindestbandbreite konnte man mir jedoch nicht nennen.

Die genaue Geschwindigkeit an Ihrem Anschluss kann erst ermittelt werden, wenn dieser aktiviert wurde.

Auf meine Rückfrage wie das Vorgehen bei einer nicht zufriedenstellenden Bandbreite ist, habe ich folgende Information erhalten:

Wenn der Anschluss genutzt werden kann, egal ob mit einer Bandbreite von 3000 Kbit/s oder 1000 Kbit/s gewähren wir keine Sonderkündigung.

Fazit

Die Praxis eine sehr niedrige Bandbreite (~ 1Mbit) als Mindestbandbreite anzugeben scheint bei einigen Providern gängige Praxis zu werden. Diese Werte basieren, bis auf wenige Ausnahmen, jedoch nicht auf den wirklichen örtlichen Gegebenheiten. Hier sollte die Bundesnetzagentur als überwachende Behörde einen Riegel vorschieben. Es kann nicht sein das der Kunde die Katze im Sack kauft obwohl den Providern ein großer Datenbestand zum ermitteln der möglichen Bandbreite zur Verfügung steht. Das die Telekom mit der genauesten Information aufwartete war für mich schon abzusehen. Wer kennt die technischen Gegebenheiten besser als der Leitungsinhaber selbst.

Antworten zum Thema VDSL Geschwindigkeit habe ich ausschließlich von O2 und 1&1 erhalten. Dies liegt aber daran, das aktuell kein VDSL in unserem Straßenzug geschaltet werden kann. Dennoch stellte mir 1&1 eine VDSL Verfügbarkeit in Aussicht.

Allen die nach der Bestellung von einer zu geringen Bandbreite geplagt sind, kann ich nur Empfehlen das 14-tägige Widerrufsrecht in Anspruch zu nehmen und den Vertrag zu stornieren.

Titelbild: Tim Reckmann / pixelio.de

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Ende Juni haben wir unsere Wohnung in Rembrücken bezogen. Entsprechend musste natürlich auch ein Internetzugang her. In den Verfügbarkeitsprüfungen der Anbieter war VDSL bisher nicht möglich. Meine Wahl viel daher auf das DSL Angebot von Congstar mit einer Anschluss-Geschwindkeit von 16.000 Kbit / Sekunde.

Die Hardware und die Zugangsdaten wurden rechtzeitig geliefert. Ein Techniker Termin wurde mir mittels SMS bestätigt und ich wurde regelmäßig über den Status der Auftrags Informiert. Nebenbei möchte ich erwähnen das Congstar für den Techniker Einsatz eine Pauschale von ~ 20,00 € erhebt.

Der Techniker Termin

Am 10. Juli 2014 war es soweit. Der Techniker wurde mir zwischen 08.00 und 16.00 Uhr angekündigt. Kurz nach 11:00 Uhr klingelte es dann auch an der Haustür. Der Techniker tauschte die TAE Dose aus und schaltete die Leitung. Alles kein Hexenwerk. Er verabschiedete sich jedoch mit den Worten: „Sie wissen ja das hier nicht mehr als 1 Mbit aus der Leitung kommt“. Dies machte mich schon etwas stutzig.

Kurzerhand habe ich die Fritzbox angeschlossen. Konfiguriert hatte ich Sie ja schon einige Tage zuvor. Es waren zwar nicht das angekündigte Megabit, aber das sich die Fritzbox mit nur 2,9 Mbit mit dem DSLAM Synchronisiert ist auch nicht wirklich akzeptabel.

(V)DSL Ausbau in Rembrücken

Zwischenzeitlich habe ich mich über die allgemeine Internet-Verfügbarkeit in Rembrücken erkundigt. Allgemein ist zu sagen das in Rembrücken eigentlich flächendeckend VDSL verfügbar ist. Hierzu wurden 2012 Outdoor DSLAMs aufgerüstet und kurze Zeit später die ersten Leitungen geschaltet (Quelle: www.rembruecken.de )

In einem Telefongespräch mit Congstar kam jedoch heraus das meine Leitung nicht an einem der Outdoor DSLAMs terminiert, sondern nach gut 5 km Leitungslänge im entfernten Jügesheim endet.

Ich bat nun Harald Manger um Hilfe. Er hat den früheren Ausbau auf VDSL in Rembrücken voran getrieben und einen direkten Draht zur Telekom. Er hat meinen Wunsch nach einem VDSL Anschluss an seinen Ansprechpartner weitergereicht.

Upgrade auf VDSL?

Die Antwort der Telekom kam nun schneller als erwartet. Aktuell sind in meiner Nachbarschaft alle VDSL Ports in den Outdoor DSLAMs belegt. Diese werden jedoch Ende Juli / Anfang August nachgerüstet. Danach sollte ein Upgrade auf VDSL möglich sein.

Daraufhin habe ich diese Anfrage beim Congstar-Support eingetütet. Doch die Antwort entsprach so garnicht dem selbst gesetzten Motto „Du willst es, du Kriegst es“. Hier möchte hier einige Zeilen zitieren:

Eine Umschaltung auf einen spezifischen bzw. anderen Leitungsweg ist bedauerlicherweise nicht möglich.

Ebenso ist ein Tarifwechsel innerhalb der von uns angebotenen Internet- und Festnetztarife nicht möglich.

Ich fürchte das nun der Kampf um ein Upgrade bzw. einer Kündigung erst beginnt!

Hier geht es zu den anderen Teilen der Serie: Teil 2 und Teil 3

Dj Bobo Circus 2014 - Festhalle Frankfurt

Susan hatte mir zu meinem Geburtstag im vergangenem Jahr Karten für die Circus Tour von Dj BoBo in der Festhalle Frankfurt geschenkt. Letzten Samstag war nun endlich der Tag gekommen.

Ein paar Tage zuvor hatte ich das Making-of zur Show gesehen. Sowohl von der Performance als auch von der Bühnentechnik her erwartete uns ein Spektakel. Und es hat sich wirklich gelohnt. Es war ein wirklich sehr schöner Abend mit vielen, teils auch sehr lustigen Highlights.

Dj Bobo Circus 2014 - Festhalle Frankfurt
Dj BoBo Circus 2014 – Festhalle Frankfurt

Man muss die Musik von Dj BoBo nicht mögen, aber die Bühnenshows sind jedes mal aufs neue phänomenal. Auch dieses mal gleicht die Show mehr einem Musical oder eine Circus Show als einem klassischen Konzert.

Durch meine früheren Besuche in Reit im Winkl wusste ich das es früher viel mehr Skigebiete in Reit im Winkl selbst gab. Durch meine Recherchen vor dem Urlaub habe ich sogar noch mehr ehemalige Lifte und Hänge entdeckt.

Ehemalige Skigebiete in Reit im Winkl
Ehemalige Skigebiete in Reit im Winkl

Zur Dokumentation habe ich eine Karte mit allen mir bekannten Liften erstellt. Diese kann über folgenden Link eingesehen werden: Skilifte in Reit im Winkl bei Google Maps

Für Hinweise und Informationen zum erweitern der Karte bin ich offen und freue mich über jedes Feedback.

Reit im Winkl 2014: Beim Wimmerbauer

Einige wissen es, viele jedoch noch nicht. Reit im Winkl gehört in meiner Kindheit und Jugend gut 10 Jahre lang zum jährlichen Pflicht Programm. Aus diesem Grund war ich auch sehr gespannt was sich seit unserem letzten Urlaub –  es muss etwa 1998 gewesen sein – getan hat.

Vieles ist noch genau so wie früher aber mir sind auch ein paar markante Dinge aufgefallen die sich geändert haben.

Beim Wimmerbauer

Unsere feste Unterkunft rund um Weihnachten und Silvester war eigentlich immer bei Franz und Marianne Mühlberger. Am Feldrand gelegen hatte man einen super Ausblick Richtung Blindau und die Skisprungschanze. Man war jedoch durch die nähe zum Dorfzentrum nie weit ab vom Schuss.

Reit im Winkl 2014: Beim Wimmerbauer

Es war eigentlich immer die selbe Gruppe zwischen den Jahren im Haus untergebracht. Man kannte sich und feierte z.B. auch immer Silvester gemeinsam im Aufenthaltsraum. Im Jahre 1990 sorgte der Bauernhof für einen Großbrand welcher auch auf der Webseite der Freiwilligen Feuerwehr dokumentiert ist.

Reit im Winkl 2014: Beim Wimmerbauer
Reit im Winkl 2014: Beim Wimmerbauer

In unserem diesjährigen Urlaub haben wir natürlich auch dort vorbei geschaut. Yannik hat sich natürlich sehr über die Kühe im Stall amüsiert und den Besuch mit „Hier stinkts“ kommentiert. Im Haus selbst ist uns allerdings noch folgendes Schmankerl (Bild rechts) unter die Augen gekommen. Und zwar haben wir selbst gezeichnete Bilder aus einem unserer früheren Urlaube entdeckt welche ich und meine Schwester gemalt haben. Diese dürften etwa aus dem Jahr 1995/1996 stammen. Genau kann ich es jedoch leider nicht sagen.

Skigebiet am Walmberg / Hausberg

Neben den Benzeckliften in Blindau gab es früher noch am Walmberg und am Hausberg mehrere Lifte und Hänge welche unter anderem auch von der Skischule genutzt wurden. Die Hänge am Walmberg wurden bereits kurz vor der Jahrtausendwende stillgelegt. Der Lift am Hausberg folgte letztes Jahr. Einzig und allein die Talstationen und die Bergstation der Walmbergsesselbahn lassen an damalige Zeiten erinnern.

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Beim Digitalisieren unserer alten VHS Aufnahmen bin ich auf einige Aufnahmen gestoßen welche an den dortigen Hängen entstanden sind. Denn genau an diesen Hängen habe ich Anfang der 90er Skifahren gelernt.

Deutsche Post Filiale

Ich gebe zu, eine Postfiliale ist in der Regel nichts besonderes. Jedoch ist mir die Filiale der Deutschen Post noch gut in Erinnerung geblieben. In der Filiale gab es damals über die gesamte Gebäudelänge eine Sammlung von möglicherweise allen Telefonbüchern Deutschlands. Für einen kleinen Jungen wie mich damals schon ein beeindruckendes Bild.

Reit im Winkl 2014: Postfiliale
Reit im Winkl 2014: Postfiliale

Wann genau diese geschlossen wurde kann ich leider nicht genau sagen. Jedoch wurde sie wie vielerorts in Deutschland in eine Postagentur umgewandelt. Das Gebäude wurde nach der Schließung umgebaut und beherbergt nun einen Schuhladen.

Reit im Winkel 2014: Reit im Winkel 2014: Gästehaus Franziska

Ich denke nach einem Urlaub ist es durchaus angebracht auch ein paar Worte über die Unterkunft zu verlieren. Wir haben uns bei der Buchung für das Gästehaus Franziska im Ortsteil Blindau entschieden. Die Bilder und die Beschreibung im Internet haben uns direkt zugesagt.

Reit im Winkel 2014: Reit im Winkel 2014: Gästehaus Franziska
Reit im Winkel 2014: Reit im Winkel 2014: Gästehaus Franziska

Und auch vor Ort wurden wir nicht enttäuscht. Bei unserer Ankunft wurden wir von Frau Schuster direkt herzlich begrüßt und in die Wohnung geführt. Auch der Begrüßungssekt war eine sehr nette Geste. Wir waren wirklich überrascht wie groß die Wohnung doch ist. Auch von der Ausstattung konnte man absolut nichts beanstanden:

  • gemütliches Eck-Sofa
  • Flatscreen TV
  • Parkmöglichkeit in der Garage
  • Gemütliche Sitzecke in der Küche
  • Vollwertiger Herd mit Backofen
  • kostenloses WLAN
  • kostenlose Nutzung der Benz-Eck-Lifte
  • Süd Balkon

Für Fragen jeglicher Art hatte man ein offenes Ohr. Auch den Famileneigenen Schlitten konnten wir mit nutzen was uns unnötige kosten für einen Leihschlitten gespart hat.

Abschließen kann man auf jeden Fall sagen dass wir mit der Ferienwohnung einen guten Fang gemacht haben und diese auf jeden Fall weiter empfehlen können.

Reit im Winkl 2014: Walmberg-Bahn Talstation

Während der Vorbereitungen zu unserem Urlaub habe ich geschaut auf welchen Pisten unserer früheren Besuchen in Reit im Winkl ich heute noch Ski Fahren kann. Doch leider waren die Lifte in Entfelden und auch die Walmberg-Sesselbahn seit Jahren stillgelegt und bereits abgerissen. Gestolpert bin ich in diesem Zusammenhang über den Begriff LSAP (Lost Ski Area Project). Also nicht mehr vorhanden Ski-Gebiete. Es gibt hier wohl eine ganze Fangemeinde welche sich mit dem Thema auseinander setzt.

Über die Zeit hat es mir der Walmberglift angetan. Sowohl die Tal-, als auch die Berg Station sind noch vorhanden. Ebenso die Ausstiegsstützen im oberen Bereich der Trasse. Der in meinen Recherchen noch vorhandene Mittelausstieg wurde mittlerweile abgerissen.

Die Talstation

Von der Talstation ist letztendlich nur noch das Gebäude übrig. Der Antrieb, die Schilder und Beschriftungen wurde alle entfernt bzw. abgerissen. Ob das Gebäude bewohnt ist kann ich leider nicht sagen. Während der Erkundung der Talstation ist mir noch ein weiteres Gebäude aufgefallen. Dies war wohl die Talstation eines alten Schleppliftes in Entfelden.

Der Aufstieg

In diversen Foren habe ich gelesen, dass der Aufstieg sehr anstrengend sein wird. Ich wollte nicht den steilen Weg über den ehemaligen Skihang nehmen. Also bin ich zuerst zum Berggasthof Jederer gelaufen und vor dort aus weiter zum Gipfel. Auf dem Weg kam mir ein älteres Paar entgegen. Deren Worte „Dort oben ist es sehr Steil und es liegt noch viel Schnee“ nicht gerade motivierend waren.

Die Bergstation

Es bewahrheitete sich. Der letzte Teil des Aufstiegs war extrem steil, verschneit und dadurch sehr anstrengend. Wie erwartet war vieles an der Bergstation bereits dem Vandalismus zum Opfer gefallen. Viele Scheiben waren eingeschlagen, der Windfang am Eingang wurde mittlerweile abgerissen. Auch die Geländer um den Liftausstieg und die Terrasse sind weitestgehend zerstört. Ich war jedoch verwundert mit welcher Leichtigkeit sich die Umlenkrolle noch drehen lies. Ich bin davon ausgegangen dass sich das Laufrad bereits festgesetzt hat.

Unser Vermieter erzählte mir am Abend dass die Stilllegung des Liftes auch das Ende der Gaststätte bedeutete. Auf dem Berg gibt es kein fließendes Wasser und keine Zufahrt um Lebensmittel hinauf zu bringen. Früher wurden all diese Dinge mit dem Lift auf den Berg befördert. Es scheint jedoch so, als sei gelegentlich jemand in der Bergstation. Zumindest ließen noch nicht all zu lang verfallene Konservendosen im inneren des Gebäudes darauf schließen.

Nicht nur die Gaststätte der Bergstation war von der Stilllegung betroffen. Auch der Berggasthof Jederer litt unter dem Wegfall des Skigebiets. Zu aktiven Zeiten sicher noch von Skifahrern gut besucht, verirrt sich nun eher selten jemand in die Gaststätte.

Der Abstieg

Der Abstieg führe mich zuerst wieder zum Berggasthof Jederer. Von dort bin ich quer über den Skihang wieder hinab zur Talstation gelaufen. Eine eher matschige und rutschige Angelegenheit. Es gibt zwar einen Wanderpfad am Rande der früheren Skipiste entlang. Ich vermute jedoch, dass auf die Pflege diesen Weges nicht mehr viel Wert gelegt wird. Viele Treppenstufen und Brücken waren kaputt. Immerhin kam während des Abstiegs nochmal die Sonne raus sodass ich noch einen schönen Blick auf das Kaisergebirge hatte.

Reit im Winkl 2014: Hemmersuppenalm

Ein weiteres Ausflugsziel in unserem Winterurlaub war die Hemmersuppenalm. Früher ist man hier noch auf der Ladefläche eines Unimogs hinauf gefahren. Nun fahren regelmäßig für den Winter umgerüstete Shuttlebusse hinauf zur Alm. Für 5 € je Fahrt jedoch keine günstige Angelegenheit.

Reit im Winkl 2014: Panorama Hemmersuppenalm
Reit im Winkl 2014: Panorama Hemmersuppenalm

Wegen des zuziehenden Himmels sind wir nur bis zur Anna Kapelle gelaufen. Als kleine Belohnung gab es im Anschluss noch einen (auch nicht ganz günstigen) Germknödel und eine warme Schokolade in der Hindenburghütte.

Kaum waren wir wieder im Tal angekommen, hat es auch leider schon angefangen zu regnen. Wir hoffen nun dass es über das Wochenende nochmal eine ordentliche Portion Schnee gibt.