Wildpark Knüll

Einen weiteren Erwähnenswerten Ausflug machten wir in den Wildpark Knüll. Dieser lag nur wenige Kilometer von der Lochbach Klamm, welche wir zu beginn des Urlaubs besucht haben, entfernt. Der Wildpark bietet auf 50 ha Wald- und Wiesenflächen neben diversen Eulen und Käuzen, freilaufendem Wild, Wildschafen, einem Streichelzoo noch weitere 40 Tierarten. Als besondere Attraktion gilt eine Gemeinschaftsanlage für Braunbären und europäische Wölfe.

Von einer durch das Gehege führenden Brücke konnten wir die Wölfe super beobachten. Während unsere Besuchs gönnte sich einer der Bären, bei doch sehr warmen Temperaturen, eine Bad im Kühlen nass. Leider konnten wir im großzügig gestalteten Gehege keine Wölfe entdecken.

Auch im Wildpark machte das Thema Corona nicht halt. Der Streichelzoo war geschlossen, die Tiere sollten nicht gefüttert werden und wie sonst auch sollte auf den Abstand geachtet werden. Dies war bei dem weitläufigen Gelände jedoch kein Problem.

Für eine kleine Überraschung sorgten die Waschbären. Einer der Waschbären begann als wir wir Gehege betraten ein Kücken vor dem Verzehr zu Waschen. Die Allgemeinheit denkt das der Waschbär von dieser Angewohnheit seinen Namen hat. Das Waschen von Beute ist jedoch nur bei Tieren in Gefangenschaft zu beobachten und wird als Leerlaufhandlung eingestuft.

Unser erster Tagesausflug führte uns entlang des ca. 8,5 km langen Lochbachpfades bei Wallenstein. Zu Beginn der Wanderung ahnten wir noch nicht, was wir auf dem Weg noch alles erleben werden. Ein 1.3 Kilometer langes Teilstück des Lochbachpfades führt durch die sehenswerte Waldbachklamm auf Trampelpfaden rechts und links entlang des Baches, über Stege und Brücken, mit Ruhebänken und Picknickmöglichkeiten. Auch wenn die Lochbachklamm nicht so spektakulär wie eine Klamm in den Alpen ist, ist die Umgebung schön anzusehen.

Leider haben wir uns durch eine nicht eindeutige Beschilderung in die falsche Richtung lotsen lassen. So sind wir am Ende gut 2km abseits der Route in Schellbach gelandet. Verwunderlich war jedoch, dass auch Abseits der Route Markierungen für den Rundkurs angebracht waren. Nach gut 10 Kilometern Wanderung wollten wir den Kindern den Rückweg zu Fuß nach Wallenstein nicht weiter zumuten und waren erleichtert dass uns eine Anwohnerin zu unserem Auto gefahren hat.

Ursprünglich war unser Plan unseren Sommerurlaub und Hochzeitsreise im Zeltlager unserer Jugendfeuerwehr zu verbringen. Uns ging es hierbei jedoch nicht anders als vielen anderen. Corona hat uns sowohl bei der Hochzeit als auch beim Zeltlager einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht.

Für mein Empfinden sind wir bisher gut durch die Pandemie gekommen. Den Lockdown haben wir und vor allem die Kinder gut überstanden. Mit dem immer weitreichenderen Lockerungen kam auch so langsam der Wunsch auf, einfach mal wieder etwas anderes zu sehen.

Gemeinsam mit einer befreundeten Familie haben wir uns für ein Ferienhaus im Seepark Kirchheim entschieden. Ich war vor vielen Jahren schon einmal dort. Damals jedoch nicht für einen Urlaub sondern für eine LAN Party.

Der Seepark Kirchheim

Ich hatte die Unterkünfte im Seepark noch gut in Erinnerung. Die Häuser waren geräumig und gut ausgestattet. Allgemein kann man das auch über das Ferienhaus unserer Wahl sagen. Mit 5 Schlafzimmern und zwei Bädern war das Haus ausreichend für acht Personen dimensioniert. Abstriche mussten wir jedoch bei der doch sehr kleinen Küche und der ein wenig in die Jahre gekommenen und spartanischen Ausstattung machen. Einen Internetzugang wurde leider nur kostenpflichtig bereitgestellt.

In der näheren Umgebung zu unserem Haus gab es für die Kinder noch einen Spielplatz. Leider ist jedoch auch dieser bereits ziemlich heruntergekommen. Die Spielgeräte waren in hohem Grad eingewachsen, Spielgeräte zum Teil bereits zusammengebrochen oder auf andere weiße nicht mehr Nutzbar.

Ein Garant für Spaß und Belustigung war die am See gelegene Wasserski Station. So mancher versuch sich auf den Wasserski zu halten endete zur Belustigung vieler Zuschauer am Ende in einem Bauchplatscher nach wenigen Metern im See.

Der auf der gegenüberliegenden Seeseite gelegen Badestrand ist für die Anzahl an Hotelzimmern und Ferienhäusern sehr klein dimensioniert. Auch an sanitären Anlagen oder einem Kiosk mangelt es, obwohl ein entsprechendes Gebäude vorhanden ist. Ob dies außerhalb der Pandemie geöffnet ist kann ich jedoch nicht beurteilen.

Diese Jahr haben wir unsere Premiere beim Zeltlager der Jugendfeuerwehr Rembrücken gefeiert. In der Zeit vom 06.08.2019 bis 12.08.2019 waren wir gemeinsam mit unserer Jugendfeuerwehr auf dem Jugendzeltplatz in Nettersheim.

Begonnen hat das Zeltlager für mich spektakulär mit einem Krankenhausaufenthalt im Kreiskrankenhaus Mechernich. Ganze drei Tage habe ich dort verbracht. Eine Ursache für meine plötzlich Auftretenden Kopfschmerzen, Schwindel und die Müdigkeit konnte jedoch leider auch im nachhinein nicht gefunden werden.

Aber es gehört natürlich mehr zu einem Zeltlager als das normale Lagerleben am Zeltplatz. Viele Ausflüge wurden bereits vorab von den Organisatoren geplant. So ging es in der Zeit nach meinem Krankenhausaufenthalt auf einen Tagesausflug nach Köln, in das Bergbaumuseum Mechernich und zur Sommerrodelbahn Mechernich.

In Köln haben wir unter anderem einen Ausblick über die Stadt vom Kölntriangel genossen, das Odysseum besucht, eine Fahrt mit der Rhein Seilbahn erlebt und den Dom besichtigt. Zum Abschluss des Ausflugs gab es noch ein leckeres Essen im Brauhaus Früh am Dom.

Seit vielen Jahren führt die Jugendfeuerwehr zu jedem Zeltlager ein Online Tagebuch um die Erlebnisse mit den Daheimgebliebenen zu teilen. Ich Empfehle jedem Interessierten dort einmal reinzuschauen.

Vergangenes Jahr machte mein Kumpel Oscar den Vorschlag mal einen Ausflug nach Cochem zu unternehmen. Meine erste Reaktion war „Was gibt es denn in Cochen um wo liegt das?“. Doch was Oscar mir dann erzählte erinnert ein wenig an einen Agententhriller: Ein unterirdischer Geldspeicher der Bundesbank von dem bis vor wenigen Jahren niemand etwas wusste.

Doch das alles ist keine Fiktion, sondern wurde Mitte der 60er Jahre Realität. Aus Angst vor einer Hyperinflation durch massenhaft in Umlauf gebrachtes Falschgeld wollte man damals mit einer Notwährung die Kaufkraft aufrechterhalten. So wurde zwischen
1962 und 1964 unter zwei Tarnwohnhäuser eine 30 Meter unter der Erde liegend, gut 1500 Quadratmeter große Bunkeranlage
errichtet. Die beherbergten ein Schulungs- und Erholungsheim der Deutschen Bundesbank. Das in der darunter liegenden Bunkeranlage 15 Mrd. DM der Notwährung BBk II lagerten wusste niemand.

Der Bau einer solchen Bunderanlage sorge natürlich für Aufmerksamkeit unter den direkten Anwohnern. Nach offizeillen Angaben war von einem Luftschutzbunker für das dort befindliche Schulungs- und Erholungsheim die Rede. Um direkte Anwohner zu beruhigen wurden im Bunker Kapazitäten für bis zu 80 Zivilisten Schutz eingerichtet, die hier zwei Wochen hätten überleben können.

Seit März 2016 steht der Bundesbank-Bunker Cochem als offizielle Dokumentationsstätte zur Besichtigung zur Verfügung. Mehrfach täglich kann der Bunker im Rahmen einer Führung besichtigt werden.

Lange gab es hier nichts neues von mir. Der letzte Post liegt mehr als ein Jahr zurück. Das sich dem Ende nähernden Jahr war ereignisreich und von gemischten Gefühlen geprägt. An dieser Stelle wünschen Susan, Yannik. Florian und Ich allen Freunden, Verwandten & Blog Lesern sowie deren Familien ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Ecomare auf Texel

Das Ecomare auf Texel zählt zu den besonderen Ausflugszielen der Insel und wird gerade von Naturliebhabern und Familien mit Kindern sehr gerne besucht. Die Insel Texel ist nur über eine stündliche Fährverbindung vom Hafen in Den Helder zu erreichen. In dem sich aus Naturkundemuseum und Aquarium zusammensetzenden Komplex können sich Besucher umfassend über die Natur und Kultur der Insel informieren. Kleine Seehunde, die ohne menschliche Hilfe nicht in freier Wildbahn überleben würden, werden hier so lange aufgepäppelt, bis sie wieder in die Freiheit entlassen werden und alleine und selbstständig auf Beutejagd gehen können. Einige der Besucher gewöhnen sich jedoch in dieser Zeit so sehr an den Menschen das sie nicht mehr ausgewildert werden können und Dauergäste im Ecomare werden.

Das Ecomare ist täglich von 10:00 bis 17:00 geöffnet. Erwachsende zahlen 12,75 € Eintritt, Kinder von vier bis 13 Jahre 8,75 €. Direkt vor dem Gebäude befinden sich nur wenige Parkplätze. Wenige hundert Meter in Richtung Strand befindet sich jedoch ein großer Parkplatz. Hier ist allerdings eine Texel e-Vignette notwendig. Die Bezahlung erfolgt ganz einfach über Paypal oder einen Bezahlautomaten und die Zuordnung erfolgt über das Nummernschild. Eine sehr fortschrittliche Lösung. Die e-Vignette ist auf der ganzen Insel gültig.

IJsboerderij Labora

Kaum jemand kann sich unter dem Namen IJsboerderij Labora etwas vorstellen. Bei diesem Geheimtipp handelt es sich um die einzige Eisdiele auf Texel. Frische Milch und Rahm von auf dem Hof gehaltenen Milchkühen bilden hierbei die Basis für das unglaublich leckere Rahmeis. Das Eis wird ausschließlich aus natürlichen und frischen Zutaten hergestellt und das schmeckt man auch.

Ein Trampolin, eine Hüpfburg, Rehe im angrenzenden Gehege, ein kleiner Spielplatz und die Möglichkeit den angrenzenden Stall und die Melkanlagen zu besichtigen laden auf jeden Fall zum längeren verweilen ein.

Windmühle De Gouden Engel

Neben Holzschuhen und Käse sind natürlich auch Windmühlen untrennbar mit der Geschichte Hollands verbunden. Windmühlen gab es früher überall im Land. Über 10.000 von ihnen prägten einst die holländische Landschaft und wurden für diverse Zwecke genutzt. Im Zuge der Industrialisierung und immer weiterer Verbreitung von Dampfmaschinen, Dieselmotoren und Elektrizität verschwanden die Windmühlen allmählich aus dem Landschaftsbild.

Die Windmühle De Gouden Engel gehört zu den neueren Mühlen im Land. Im Jahre 2008 gebaut und durch die Johannes Bos Stiftung finanziert, gehört die Mühle zu einem bedeutenden Stück Industriekultur des Landes. Zu besichtigen ist die Mühle Mittwochs und Freitags bis Sonntag von jeweils 10:00 bis 17:00 Uhr. Der Eintrittspreis von 2,50 € für Erwachsene und 1,50 € für Kinder fallen kaum ins Gewicht. Im Shop im Erdgeschoss der Mühle werden vom Mehl bis zur fertigen Backmischung diverse selbst erzeugte Produkte angeboten.

Käsemarkt Alkmaar

Quasi zum Pflichtprogramm gehörte in unserem Urlaub der Besuch des Käsemarktes in Alkmaar. Dieser Markt findet seit 1622 in Alkmaar statt. Heutzutage ist es eine Mischung aus ernsten Geschäften und einem touristischen Großereignis. Der Markt beginnt offiziell um 10 Uhr und wird jeden Freitag von tausende Menschen besucht. Ich empfehle nicht direkt das am nächsten gelegen Parkhaus anzusteuern, sondern etwas außerhalb zu Parken und zum Markt zu laufen. Die engen Gassen sind es wert das Zentrum zu Fuß zu erkunden. Das erspart einiges an Stress und unter Umständen auch einige Beulen im Auto.

Der Markt ist ein echtes Schauspiel. Geschäfte werden per Handschlag beschlossen, auf dem Marktplatz liegen gut 30.000kg Gauda in langen Reihen, Männer in weißen Hosen und Hemden und bunten Hüten rennen mit schwer beladenen Tragbahren durch die Käsereihen zur Wage und wieder zurück. Ein Augenscheinliches Chaos, welches jedoch wohl koordiniert ist.

Natürlich kann man in Alkmaar auch Käse kaufen. Rund um den Markt und in den Gassen sind Käsestände aufgebaut. Dort werden in kleinen Probier-Päckchen diverse Käsesorten angeboten um sich ein Bild über das Angebot zu machen.

Der Käsemarkt ist übrigens eine der wenigen Attraktionen in Nord-Holland welche mit einer multilingualen, mobile fähigen und sehr informativen Webseite aufwarten.

Grachtenfahrt durch Alkmaar

Zum Ende des Marktes haben wir noch eine Grachtenfahrt durch die Kanäle von Alkmaar gemacht. Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten und ist mit 6 € / Person erstaunlich günstig. Die Fahrten werden in Deutsch und Niederländisch kommentiert und hat so manche Überraschung parat. So geht die Fahrt auch unter der mit 80 cm Höhe niedrigsten Brücke Alkmaars hindurch. Hier heißt es Kopf einziehen.