Vergangenes Jahr machte mein Kumpel Oscar den Vorschlag mal einen Ausflug nach Cochem zu unternehmen. Meine erste Reaktion war „Was gibt es denn in Cochen um wo liegt das?“. Doch was Oscar mir dann erzählte erinnert ein wenig an einen Agententhriller: Ein unterirdischer Geldspeicher der Bundesbank von dem bis vor wenigen Jahren niemand etwas wusste.

Doch das alles ist keine Fiktion, sondern wurde Mitte der 60er Jahre Realität. Aus Angst vor einer Hyperinflation durch massenhaft in Umlauf gebrachtes Falschgeld wollte man damals mit einer Notwährung die Kaufkraft aufrechterhalten. So wurde zwischen
1962 und 1964 unter zwei Tarnwohnhäuser eine 30 Meter unter der Erde liegend, gut 1500 Quadratmeter große Bunkeranlage
errichtet. Die beherbergten ein Schulungs- und Erholungsheim der Deutschen Bundesbank. Das in der darunter liegenden Bunkeranlage 15 Mrd. DM der Notwährung BBk II lagerten wusste niemand.

Der Bau einer solchen Bunderanlage sorge natürlich für Aufmerksamkeit unter den direkten Anwohnern. Nach offizeillen Angaben war von einem Luftschutzbunker für das dort befindliche Schulungs- und Erholungsheim die Rede. Um direkte Anwohner zu beruhigen wurden im Bunker Kapazitäten für bis zu 80 Zivilisten Schutz eingerichtet, die hier zwei Wochen hätten überleben können.

Seit März 2016 steht der Bundesbank-Bunker Cochem als offizielle Dokumentationsstätte zur Besichtigung zur Verfügung. Mehrfach täglich kann der Bunker im Rahmen einer Führung besichtigt werden.

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